Pflegetipps

Funktionstextilien sind pflegeleicht

Für die Pflege von Funktionstextilien gibt es keine goldenen Regeln. Einige sind selbstreinigend, andere lassen sich in der Haushaltswaschmaschine oder im Handwachbecken waschen, andere gehören in die Hände von Textilpflegeprofis. Wichtig ist auf alle Fälle, die Pflegekennzeichnung zu beachten.


Pflegekennzeichnung


Entscheidend ist zunächst, was auf dem Pflegeetikett steht. Dieses also auf keinen Fall heraustrennen. Wenn es fehlt, kann dieTextilreinigung die Behandlung ablehnen, weil sie im Fall von Schäden sonst haftet.

Die Pflegekennzeichnung ist international geregelt und gibt Auskunft darüber, was der Hersteller für ein Pflegeverfahren empfiehlt. Vorausgegangen sind im allgemeinen zahlreiche Material- bzw. Textilpflegetests, die Aussagen darüber geben, wie oft die Bekleidung - und ob überhaupt - unter welchen Bedingungen diese gewaschen werden kann.

Pflegetipps für die Haushaltswäsche

  • Vor dem Waschen die Innenseite nach außen drehen . So schützen Sie das Material vor dem Scheuern an der Waschtrommel
  • Reiß und Klettverschlüsse schließen
  • Flüssiges Feinwaschmittel, am besten Spezialwaschmittel für Funktionstextilien verwenden
  • Besser oft mit wenig Waschmittel als selten mit viel Waschmittel waschen
  • keinen Weichspüler verwenden, sonst könnte die Atmungsaktivität beeinträchtigt werden
  • die Waschmaschine nur zu 2/3 beladen und Schonwäsche einstellen
  • Wäschetrockner nur dann benutzen, wenn dies auf Pflegeetikett ausdrücklich erlaubt ist
  • Trocknen nur auf niedriger Temperatur und geringer Trommelfüllung
  • niedrigen Schleudergang einstellen, um Knitterfalten zu vermeiden
  • Fleecejacken niemals bügeln, sondern nach der Feinwäsche kurz ausschütteln
  • Funktionshemden und Blusen sind schnell trocknend, also auf Trockner verzichten
  • Daunenjacken niemals nass liegen lassen und höchstens anschleudern, weil sonst die Daunen brechen könnten

Imprägnierung


Eine Imprägnierung macht die Kleidung wasser- und je nach Hersteller - auch schmutzabweisend. Geht diese Funktion verloren, wird der Oberstoff durchnässt und verliert dadaurch nicht nur seine Schutzfunktion vor Kälte und Regen, sondern ist auch anfällig für Flecken. Nach drei bis vier Wäschen ist die Imprägnierung meist nicht mehr intakt. Wenn Wassertropfen nicht mehr deutlich abperlen, ist es Zeit für eine Nachimprägnierung. Hersteller empfehlen dann zum Auffrischen Imprägnier-Sprays. Alternativ besteht die Möglichkeit, selbst in der Waschmaschine zu imprägnieren. Dazu gibt es spezielle Wasch- und Imprägniermitel. Wer nicht so sehr für do-it-yourself ist, bringt sein Kleidungsstück in die Textilreinigung.

Fleckentfernung

Fleckentfernung ist etwas für den Textilprofi. Wer Fleckentferner selbst einsetzt, sollte darauf achten, dass diese keine Chlor- oder Sauerstoffbleichmittel enthalten. Alternative ist eine auf Funktionstextilien ausgerichtete Waschmaschine zu benutzen, bei der man unter einer größeren Anzahl von Fleckarten wählen und diese dann gezielt behandeln lassen kann. Starke Verschmutzungen müssen durch eine Vorbehandlung vorgelöst werden, z. B. durch Verwendung von Reinigerkonzentraten.

Selbstreinigende Textilien

schoeller-nanosphere-_waterdrop.jpgDurch Nanotechnologie werden Textilien permanent wasser- und schmutzabweisend. Salatöl, Wein- und Saucenflecken lassen sich einfach mit Wasser abspülen. Nanotechnologie ist eine 2005 eingeführte Textilausrüstung, bei der die Entwickler den natürlichen Antihaft- und Reinigungsprozess von Pflanzen wie der Lotusblume nachgeahmen und Stoffe mit Selbstreinigungseffekt auf den Markt gebracht haben.

 
       
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