Atmungsaktivität ist die bekleidungsphysiologische Bezeichnung für den Feuchtigkeitstransport.
Menschen schwitzen, um bei körperlich anstrengenden Aktivitäten nicht zu überhitzen. Erlaubt es die Kleidung nicht, dass die Feuchtigkeit von der Haut weg transportiert wird, kann es zu einem Hitzestau kommen.
Funktionell ausgerüstete Textilien - seien sie nun aus Chemie- oder aus Naturfaser bieten gegenüber herkömmlichen Materialien eine höhere Atmungsaktivität. Der Schweiß wird von der Innenseite nach außen transportiert und kann da verdunsten.
Das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein e. V. hat eine Methode zur Messung von Atmungsaktivität entwickelt, die sich mit dem so genannten Ret-Wert beziffern lässt. Gemessen wird der Wasserdampfdurchgangswiderstand der Bekleidung. Je geringer der Widerstand, desto besser atmet das Material.
Die vier Kategorien der Atmungsaktivität
Ret-Wert unter 6 extrem atmungsaktiv
Ret-Wert 6-13 sehr atmungsaktiv
Ret-Wert 13-20 atmungsaktiv
Ret-Wert über 20 nicht atmungsaktiv
Der MVTR-Wert ist ein Maßstab für die Atmungsaktivität.
|