Fachbegriffe

Cyclodextrine

Eine Textilausrüstungstechnologie mit Depotcharakter.

grafik_funktionsprinzip_cyclodextrine_2Cyclodextrine erlauben es, Cyclodextrinmoleküle (zyklische Zuckermoleküle) auf Faser- und Gewebeoberflächen permanent zu fixieren bzw. in diese zu integrieren.

Die cyclische angeordnete Zuckermoleküle verfügen über einen hydrophoben Hohlraum, der eine Vielzahl von organischen Substanzen einschließen kann. Damit werden völlig neue Gebrauchseigenschaften von Textilien erzielt. 

Besondere Bedeutung erlangt hat die Medizin zum Anziehen: pharmazeutische Substanzen als Arzneimitteldepot z.B. zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Fußpilz und Kopfläuse. Im Handel sind bereits medizinisch getestete Unterwäsche, Socken, Strümpfe und Mützen.

Schmerzmittel für chronische Rheumapatienten, Hormonpräparate nach den Wechseljahren - eines Tages, so die Hoffnung der Forscher, können die Substanzen gezielt von der Kleidung auf den Körper übertragen werden´.

Bereits auf dem Markt sind mit Aloe Vera ausgerüstete Bettwäsche und Strümpfe, die für Feuchtigkeitsnachschub auf der Haut sorgen. Ginkgo wird wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung bevorzugt im Strumpfbereich eingesetzt.  Vitamin  E in der Bettwäsche soll den Alterungsprozes der Haut verlangsamen. Die Idee für Vitamin C in T-S-Shirts kommt aus Japan und wird von Forschenrn in Europa eher skeptisch betrachtet.

Unangenehme Gerüche wie Zigarettenqualm und Fett nehmen mit Cyclodextrinen veredelten Anzüge von Bugatti auf. Der Hemdenhersteller eterna setzt ebenfalls auf die die Wirkung der Zuckermoleküle..



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