Fasern lassen sich nicht nur sehr dünn, sondern auch hohl gestalten.
Die Entwicklung von Hohlfasern wurde von der Natur abgeschaut. Vorbild war das Wasser abweisende, wärmeisolierende Fell von Eisbären. Jedes Haar des Tieres innen hohl und mit einem Mikrometer feinen Luftkanal durchzogen. Aus der Physik wissen wir: Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Das ist der gleiche Effekt wie bei der Thermoskanne, die in der Außenwand ebenfalls eine Luftkammer hat. Jedes der luftgefüllten. sehr dicht aneinander liegenden Eisbärhaare dient also zur Isolierung, verbessert also das Wärmerückhaltevermögen. Optimale Wärme bei geringem Gewicht ist das Ergebnis.
Die "Eisbärenimitate" werden zu Vliesen verarbeitet, die in Bettdecken, Outdoorjackenund Schlafsäcke eingenäht oder zu Garn versponnen werden. Und es wird versucht, die Hohlfasern verdrillt herzustellen. Bei Vliesen mit spiral- statt zickzackförmigen Fäden lässt sich zwischen den Fasern Luft einschließen, die zusätzlich isoliert. Auch Eisbärenhaare sind nicht völlig glatt, sondern leicht gekräuselt.
Je mehr Luft eingeschlossen ist, desto wärmespendender ist die Kleidung. Heute gibt es verschiedene Hohlfasern aus synthetische Fasern wie Polyamid oder Polyester.Eine Faser ist in der Regel zwischen 15 und 20 Tausendstelmillimeter dick. Um das Knicken zu vermeiden und trotzdem möglichst viel Luft im Garn zu halten, werden mehrere Luftkanäle in die Fasern eingebracht.. Bis zu 7-Loch-Hohlfasren sind auf dem Markt..
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