|
Der Tragekomfort ist meßbar und bezeichnet die Wechselwirkung zwischen Körper, Klima und Kleidung.
Die Bekleidungsphysiologie, die Wissenschaft von der Funktion der Kleidung, hat dafür eigene Konstruktionsleitlinien aufgestellt. Sie betreffen das Wärme- und Feuchtetransportvermögen, den hautsensorischen Komfort (Kratzen, Jucken oder Kleben sollten nicht vorkommen!) und den ergonomischen Komfort (ungehinderte Körperbewegungen, Luftumwälzung, Luftaustausch mit der Umgebung) eines Kleidungsstückes.
Die geschaffenen Beurteilungsmodelle stimmen sehr gut mit den Erfahrungen von Testpersonen überein. Als für den Verbraucher leicht verständliche Tragekomfortnoten von „sehr gut“ bis „ungenügend“ erscheinen die Ergebnisse der Messungen bereits in der Werbung vieler Hersteller und Versender von Funktionstextilien.
Die physiologische Funktion der Kleidung schützt den Menschen vor äußeren Klimaeinflüssen. Zudem muss sie seine körpereigene Wärmeregulation so unterstützen, dass Wärme- und Feuchtigkeitshaushalt des Körpers ausgeglichen sind und ein als angenehm empfundenes Mikroklima entsteht.
Als Erfinder der Bekleidungsphysiologie gilt Prof. Dr. Jürgen Mecheels, 1962 bis 1965 Leiter der Hohensteiner Institute.
|