In der Zeit vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 werden sich die Mitarbeiter des Deutschen Pavillons in einer eigens kreierten Corporate Fashion präsentieren. Die Outfits wurden von dem Erfurter Büro für Design und Produktentwicklung Novanex entwickelt. Eine auf Umweltverträglichkeit und Kreislaufführung basierende Materialauswahl, kurze Fertigungswege und ein auf Funktionalität ausgerichtetes Design zeigen, dass auch Textilien zu einer besseren Zukunft beitragen können.
„Better City, Better Life“ heißt das Motto der Weltausstellung Expo. Mit der Idee von einer „Stadt im Gleichgewicht - balancity“ will der Deutsche Pavillon dem schnell wachsenden China Wege zu einem besseren Lebensraum in den Metropolen aufzeigen. Um selbst die Garderobe des Teams in das nachhaltige Gesamtkonzept einzubeziehen, hat die Durchführungsgesellschaft Koelnmesse International das Erfurter Büro für Design und Produktentwicklung Novanex ins Boot geholt. Das Team um die Inhaberin Alexandra Baum besitzt nicht nur ein einmaliges Know-how in der Entwicklung und Realisierung individueller Kleidungskonzepte, sondern ist außerdem auf nachhaltige Textilien spezialisiert. Ihr Vorhaben, für eine zeitlich begrenzte Veranstaltung kreislauffähige Bekleidung mit hohem Wiedererkennungswert zu entwickeln, überzeugte die Verantwortlichen in Köln.
Das schwül-heiße Klima in Shanghai - insbesondere in den Sommermonaten - verlangt eine tägliche Wäsche der Kleidung. Für die Fertigung der Jacken, Hosen, Kleider und Röcke hat sich das Novanex-Team für eine Polyesterfaser von Teijin entschieden. Die strapazierfähige Eco Circle Fiber® wird im Recycling tatsächlich als Textilfaser zurückgewonnen und nicht –wie üblich - in geringwertigeres Füllmaterial weiterverwertet. Die Konfektion der gesamten Garderobe erfolgt in Deutschland. Damit soll einerseits das ökologische Know-how der deutschen Industrie unter Beweis gestellt und andererseits ein transportbedingter Schadstoffausstoß gering gehalten werden. Damit auch die Kreislaufführung problemlos ablaufen kann, achten die Designer auf eine sortenreine Verarbeitung.
Die Shirts stammen von Trigema und wurden gemeinsam mit EPEA Internationale Umweltforschung in Hamburg entwickelt. Sie unterscheiden sich in ihren Gebrauchseigenschaften nicht von herkömmlicher Baumwolle. Nach ihrer Nutzung sind sie jedoch kompostierbar und dienen als natürliche Nahrungsquelle. Sobald die Baumwoll-Shirts mit entsprechenden Bakterienkulturen in Kontakt kommen, werden sie vollständig abgebaut, denn auch die Stofffarben und Knöpfe wurden hinsichtlich ihrer ökologischen Unbedenklichkeit für den Kompostier-Prozess ausgesucht. Nach Ablauf der Expo sollen die Shirts auf dem Grundstück des EXPO-Pavillons untergepflügt werden. Dann dienen sie als Nährstoff für die Bäume, die das EXPO-Gelände zu Shanghais erster grüner Lunge machen sollen.
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