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Die Hitzeperiode wirft die Frage auf. Wie schütze ich mich und vor allem die Kinder vor der Sonne? Die Kosmetikindustrie empfiehlt Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor - mindestens 30+. Die Textilbranche bietet UV-Schutzkleidung mit gleichem oder höherem UPF (Ultra Violet Protection Factor). Und das nicht nur für Kleinkinder, deren Haut besonders empfindlich ist. Gerade im Bereich Freizeit, Sport und Outdoor ist die Anzahl der UV- Kollektionen von Jahr zu Jahr gestiegen.
Der amerikanische Outdoor Hersteller Columbia hat im Frühjahr 2010 eine Studie durchgeführt, um mehr über das Verhalten der Deutschen in Punkto Sonnenschutz zu erfahren. Das Ergebnis: In Deutschland ist das Bewußtsein wie schädlich UV-Strahlen für die Haut eigentlich sind nicht besonders groß. Fast jeder Dritte denkt, dass bereits normale Baumwollkleidung wirksam schützt. Ein normales helles Shirt hat aber bestenfalls einen UPF 10+ (Ultra Violet Protection Factor). Die Sorglosigkeit der Deutschen hat jetzt das Bundesamt für Strahlenschutz alarmiert. Im Juni startete die erste Kampagne mit Roadshow und Infotagen an Schulen, denn in Deutschland erkranken jährlich ca. 100.000 Menschen neu an Hautkrebs. Dabei gibt es so einfache und unkomplizierte Lösungen aus der Textilbranche.
Hersteller, die UV-Schutzkleidung anbieten, lasssen die Textilien prüfen. Dazu gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Weltweit die größte Bedeutung hat die Prüfung nach der australisch-neuseeländischen Norm AS/NZS 4399:1996. Sie ist die erste UV-Schutz-Norm und stammt aus dem Jahr 1996 und wird seit 2000 von ARPANSA vergeben. 1998 hat das Forschungsinstitut Hohenstein mit dem UV Standard 801 eine Erweiterung vorgestellt. Ein Jahr später zog die Europäische Union mit der EU Norm prEN:13758:1999 nach.
Beispiele
BOGNER
In der Bogner Sport Kollektion Sommer 2010 wird Coldblack eingesetzt. Eine Ausrüstung von Schoeller Technologies aus der Schweiz, die vom Testlabor EMPA in St. Gallen geprüft wird. Die hochwertigen Bogner-Shirts haben enen UPF von 30+ und bieten außerdem Schutz vor Erwärmung durch Sonneneinstrahlung - die Wärme wird reflektiert, die Textilien bleiben fühlbar kühler.
COLUMBIA
Der amerikanische Outdoorhersteller hat über 200 Styles, die unter dem Markennamen Omni-Shade® UV-Schutz bieten. Omni-Shade® ist das erste Bekleidungsmaterial, das mit dem Gütesiegel der amerikanischen Skin Cancer Foundation ausgezeichnet wurde. Das Siegel wird an Produkte mit UV-Schutz verliehen, die spezielle Kriterien erfüllen und mindestens einen UPF-Wert von 30+ aufweisen. Der Ultra Violet Protection Factor, gibt an, wie viele UV-Strahlen abgeblockt werden. UPF 30+ bedeutet, dass nur 1/30 der UV-Strahlung durch das Gewebe bis auf die Haut dringen kann. Das bedeutet einen Schutz von 97 Prozent. Eine dichte Gewebestruktur, Materialarten wie texturierte synthetische und natürliche Fasern sowie die Farbauswahl erzeugen sonnenschützende Eigenschaften. Zusätzlich werden einige Stoffe während der Herstellung vorbehandelt, um den Kunden durch die Reflektion von gefährlichen UV-Strahlen zu schützen.
JACK WOLFSKIN
Damit der Einsatz chemischer Hautschutzmittel auf das Nötigste reduziert werden kann, hat Jack Wolfskin Kleidungsstücke entwickelt, die extreme UV-Schutzfunktion bieten. Der Lichtschutzfaktor 40+ gewährleistet, dass nur ein Vierzigstel der schädlichen UV A- und UV-B Strahlung das Gewebe passieren kann, also 97,5 % der Strahlung gefiltert werden. Hier ist die Funktion in der Faser selbst verankert. Die Schutzfunktion ist dauerhaft und kann nicht durch Schwitzen oder Kontakt mit Wasser aufgehoben werden.
SANETTA
Der Kindermodehersteller aus Albstadt testet den UV Schutz nach australisch-neuseeländischem Standard AS/NZS 4399:1996. Bei er Auswahl der Materialien wird darauf geachtet, dass die Ware so hautfreundlich wie möglich ist. Der Sonnenschutz hängt ab von der Konstruktion, dem Gewicht und der Farbe des Kleidungstuecks ab.
SUNSIBLE
Die vor allem für Kleinkinder entwickelte Sonnenschutzbekleidung besteht aus der aus Cellulose bestehenden Funktionsfaser Lenzing ModalSun. Die Naturfaser ist leicht, hat einen kühlenden Effekt, ist atmungsaktiv und waschbeständig. Der Sonnenschutz entsteht durch natürliche mineralische Pigmente in der Faser, die die UV-Strahlung reflektieren. Der UV-Schutz bleibt ein Leben lang erhalten, da die Pigmente fest mit der Faser verbunden sind. Mit einem UV-Schutz-Faktor von 50+ wird die Kinderhaut vor schädlichen UV-Strahlen länger geschützt als es normale Baumwoll-kleidung vermag. Die in der SunSible-Kollektion verwendeten Stoffe wurden von der Universität Bochum getestet und haben die Bewertung „ausgezeichneter Schutz“ (Europäischer Standard prEN:13758:1999) erzielt.
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